Jahresurlaub 2010
Der Erste Urlaub
Also das ist ja echt mal ein Ding, nun sind wir schon so lange nicht mehr weg gefahren und jetzt fängt die Mama auf einmal wieder an die Sachen zu packen. Wir waren natürlich hoch erfreut, denn das helfen macht uns ja immer eine besonders große Freude wie ihr wisst. Es war nur komisch das Mama diesmal so viele Taschen gepackt hat, so als wenn wir für immer weg sind.
Mein Bruder Lou war der Hammer der hat Mama noch mehr genervt als ich, immer wenn sie einen Stapel Sachen auf das Bett gelegt hatte, kam er an (mit Anlauf versteht sich) und hat den Stapel erst mal umgeworfen um genau zu untersuchen was da alles dabei war. Ich glaube es hat nicht viel gefehlt und sie hätte uns aus dem Zimmer geworfen. Das ist aber typisch Lou der weiß eben manchmal nicht wann Schluss ist.
Die Fahrt war eigentlich recht langweilig. Ich darf nur nicht vergessen der Mama irgendwie zu erklären, da wir ja jetzt zu viert sind, das es doof ist das wir in getrennten Cannel sitzen während der Fahrt.
Ich und meine Geschwister wollen auch während der Fahrt zusammen sein, aber ich glaube das hat sie schon begriffen, denn wir haben uns während der Fahrt immer mit den Pfoten betatzt und Mama hat gesagt da müssen sie sich was einfallen lassen.
Als wir dann ankamen, Mama sagt wir sind in Mohrberg, ging das Auspacken los und ich kann Euch sagen ich weiß jetzt wirklich wie man unsere Mama in den Wahnsinn treiben kann.
In der Catbox ist es nämlich so, dass alle Schränke durch Löcher in der Rückwand miteinander verbunden sind, könnt Ihr Euch vorstellen was das für einen Spaß gebracht hat???
Schrank auf, Klamotten rein, Schrank zu, Katze weg. Dann wieder Schrank auf, keine Katze drin, Schrank zu, nächsten Schrank auf, Katze wieder da.
Das war wie ein tolles Versteckspiel und Mama musste immer suchen. Ich kann Euch gar nicht mehr sagen, wie oft unsere Mama ganz verzweifelt da stand und uns gezählt hat, damit sie auch ja niemanden im Schrank einsperrt. Das war einfach klasse.
Danach waren wir aber ganz schön müde und haben uns erst mal aufs Bett gelegt und eine Runde geschlafen.
Am nächsten Tag haben wir uns erst mal angeschaut wo wir waren.
Bei uns Katzen ist das ja etwas anders als bei Euch Menschen, denn wir schauen uns die Umgebung nicht nur an, wir riechen die Umgebung auch und wissen so was rundherum los ist.
Und ich kann Euch sagen da war echt eine Menge los. Viele Menschen, sogar Kinder (vielleicht kann man mit denen auch Spielen?), Hunde und sogar Katzen haben wir gesehen und vor allem aber gerochen.
Wie ein Abenteuerurlaub, besser geht es gar nicht.
Mama und Papa sind dann noch was Einkaufen gefahren und haben gesagt sie bringen uns was mit.
Na da bin ich ja mal gespannt. In der Zwischenzeit haben wir uns ans Fenster gesetzt und alles genau beobachtet.
Es heißt zwar immer Katzen schlafen, wenn die Dosis nicht da sind, aber in solchen Fällen ist das anders. Da hat man zum Schlafen fast gar keine Zeit, vielleicht verpasst man ja sonst was Spannendes.
Als die beiden dann wieder da waren, war es fast wie Weihnachten. So was von neugierig sind wir gewesen.
Ja und dann war die Enttäuschung umso größer. Wisst Ihr was die beiden uns mitgebracht haben? Nicht etwa was Leckeres zum Naschen, oder was Tolles zum Spielen.
Nein, einfach nur ein paar lange Schnüre. Dabei haben wir so etwas doch schon, unsere Lederschnüre sind doch gut und was Besonderes ist das nun wirklich nicht! Mama war ganz aufgeregt und sagt sie sei gespannt wie wir das wohl finden würden.
Na wie wohl, haben wir schon, brauchen wir nicht. BASTA!
Dann hat sie aber auf einmal unsere Geschirre geholt und das war dann doch Spannend und Aufregend denn das hieß ja, dass wir raus durften.
Während Mama uns die Geschirre anlegte ist Papa mit den Schnüren nach draußen und kam kurz darauf wieder.
Als wir dann fertig angezogen waren haben sie uns mit nach draußen genommen und da lagen die Schnüre auf der Wiese und sie haben uns mit diesen Festgebunden. Da habe ich erst mal gesehen wie lang die Schnüre waren. Echt cool, denn so konnten wir alles erkunden und machen was wir wollten.
Das Wetter war auch super und im Gras gab es ganz viele kleine Tierchen die man jagen konnte. Gut, wir mussten uns erst daran gewöhnen das man sich mit den Schnüren nicht verheddert, aber Mama und Papa waren immer sofort zur Stelle und haben uns geholfen und lange hat es nicht gedauert, dann hatten wir auch das begriffen.
Ich weiß jetzt auch, dass die Schnüre Schleppleinen heißen und ich muss sagen da hatte unsere Mama wieder genau den richtigen Riecher was uns Spaß macht und was uns gefällt.
Wir haben dann eine ganze Weile draußen mit den Kindern und den kleinen Tierchen im Gras gespielt und als wir wieder in der Catbox waren, mussten wir erst mal schlafen.
Am nächsten Tag waren wir schon sehr früh wach und wollten das Mama und Papa den schönen Tag nicht verschlafen, also haben wir sie geweckt.
Das fanden die beiden wohl nicht ganz so toll wie wir, aber aufgestanden sind sie trotzdem.
Nach dem sie uns unser Frühstück gemacht haben, wollten wir erst mal toben und haben die ganze Catbox auseinander genommen, dabei hat unsere Mama leider auch etwas abbekommen, war aber nur ein Kratzer.
Als die beiden dann rausgegangen sind und wir nicht mit durften, haben wir erst mal gezeigt was wir davon halten. Wir haben nämlich so laut wir nur konnten gerufen und es hat auch nicht lange gedauert da kamen sie wieder und wir durften wieder raus.
| Dazu sage ich nur, GEWONNEN. |
Es ist schon klasse wie man seine Menschen dazu bringen kann das zu tun was man will, man muss eben nur immer den längeren Atem haben.
Leider sind die Tage viel zu schnell vergangen, aber eines fällt mir noch ein.
Als wir das letzte Mal draußen waren und unsere Umgebung erkundeten, stand doch plötzlich hinter dem Zaun an dem wir mit einer Fliege spielten ein riesengroßes schwarzes Felldings, nämlich ein Hund und wollte uns beschnuppern.
Man haben wir uns erschrocken. Wir haben uns erst mal doppelt so groß gemacht, damit der Hund auch ja Angst vor uns bekommt. Also ich muss schon sagen der hätte sich nicht so anschleichen brauchen.
Wir sind dann lieber weiter weg gegangen, hatten dann aber keine große Lust mehr, denn der Schreck musste in einem Traum erst mal verdaut werden.
Nun hieß es wieder ab in den Cannel und Auto fahren.
Schade eigentlich das die schöne Zeit so schnell vorbei war, aber da sollte ich mich gründlich irren. Denn als wir nach einer eher kurzen Fahrt wieder aussteigen durften, waren wir nicht wie gedacht zu Hause, sondern wieder in der Catbox. Komisch, denn als wir aus dem Fenster sahen und rochen, war alles anders.
Wir sind also nur an einen anderen Ort gefahren, der sich Högsdorf, nennt. Klasse, denn das hieß ja das wir noch mehr Urlaub von zu Hause hatten. Auch hier durften wir wieder nach draußen, aber das war diesmal nicht ganz so schön. Denn leider hat es geregnet und das Gras war nass. Kein Weltuntergang, aber da fanden wir es drinnen eben schöner.
So auf der Heizung liegen und den Vögeln durch das Fenster zu schauen, eben ein richtiges Katzenkino.
Hier in Högsdorf, war der Aufenthalt noch kürzer und wir sind mit dem Auto wieder weiter gefahren.

Nächster Halt, noch immer nicht zu Hause, was ist los????
Hier waren wir aber schon einmal, das habe ich gerochen.
Lass mal überlegen…….
ja na klar wir sind in Cloppenburg, in unserer Geburtsstadt.
Das kann ja wohl nicht wahr sein, da kamen auch schon unsere „Großeltern“ (Familie Burmapanther) und haben uns guten Tag gesagt.
Meine Schwester Micky hat dann auch gleich gezeigt, dass sie die Prinzessin und der Chef hier in unserer Bande ist.
Als nämlich unsere Dosis Abends wieder zu uns in die Catbox gekommen sind, haben die beiden wieder ganz dolle nach Katzen gerochen.
Micky meinte das wir wieder Zuwachs bekommen und hat sowohl uns, als auch unsere Dosis erst mal angefaucht, um zu zeigen was sie davon halten würde.
Nämlich gar nichts. Als sie dann aber gemerkt hat, dass wir vier auch wirklich nur vier bleiben, war die Welt für sie wieder in Ordnung. Obwohl es mich interessieren würde, warum unsere Dosis keinen Nachwuchs mehr wollen.
Sind wir nicht süß, oder waren wir zu viert einfach genug? Sicher in der Catbox wäre es dann recht eng, aber vielleicht….. Ach was egal, denn so wie es ist, ist es auch gut.
An einem schönen sonnigen Tag, kam dann Besuch, den wir gar nicht mochten. Es war der Tierarzt und der sollte uns impfen.
Klasse, da hat man schon mal Urlaub und will ne echt tolle Zeit haben und dann kommt sowas.
Mama wollte nicht das er uns in der Catbox impft, denn das soll unserer sicherer Ort sein und so mussten wir zu „Oma“ ins Haus, ihre Katzen wurden aber Ausgesperrt.
Mama hat uns einzeln ins Haus getragen und wir durften bei dem Piecks auch bei ihr auf dem Arm bleiben.
Sozusagen zum Pfötchen halten. Weil sie uns so toll beigestanden hat, waren wir alle auch ganz lieb und haben keinen Mucks von uns gegeben.
Eben voll tapfer und dafür gab es dann auch eine lecker Stange zum Naschen als Belohnung.
Nun sind wir wieder zu Hause, denn auch der schönste Urlaub hat einmal ein Ende aber wir freuen uns schon auf den nächsten Urlaub. Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen wie schnell 16 Tage vorbei sein können.
Vor allem wenn sie so voll mit Abenteuer, Spiel, Spaß, Spannung und Kuschelzeiten sind. Eben einfach schön.
Also bis zum nächsten Mal ein herzliches Miau.











